Wir sind zurück aus Washington!

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31. Oktober 2019 – München, Deutschland


Servus zusammen,

Wir sind wohlbehalten zurück aus den Staaten. Hinter uns liegt eine spannende Woche voller interessanten Vorträgen, inspirierenden Menschen und auch etwas Urlaubsfeeling.

Wie ihr schon wisst, waren wir letzte Woche in Washington D.C., USA, auf dem International Astronautical Congress, einer der größten internationalen Raumfahrtkonferenzen. Die 70. Auflage der Veranstaltung stand dieses Jahr unter dem Motto „The Power of the Past, the Promise of the Future“ und war gezeichnet vom 50sten Jahrestag der Mondlandung von Apollo 11. Dementsprechend waren Monderkundung und bemannte Raumfahrt durchgehende Themen, erweitert noch von den aufkommenden Möglichkeiten der Marsbesiedelung.

Die Konferenz fand im Washington Convention Center statt und bestand aus Plenarsitzungen, Vorträge und Meetings sowie einer Messe mit Teilnehmern aus Wissenschaft, Industrie und Politik.
Die Eröffnungszeremonie am Montag war geprägt von Reden, bombastischen Kurzfilmen über die verschiedenen Akteure sowie Vergangenheit und Zukunft der Raumfahrt, und von Tanz- und Gesangseinlagen. Ein Highlight war eine kurze Rede von Buzz Aldrin, Mitglied der Apollo 11 Crew und der zweite Mensch, der den Mond betreten hat! Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Mike Pence, hielt standesgemäß die Abschlussrede zu dieser recht unterhaltsamen Show.
Anschließend wurde direkt die Messe eröffnet, wo wir über die Woche verteilt einen großen Teil unserer Zeit verbrachten. Die verschiedenen Stände zeigten aktuelle Projekte, vielfach in Form von physischer Hardware, oder präsentierten Ihre Tätigkeiten in Form von Filmen und Flyern. Neben verschiedenen Modellen von Mondlandefähren und Raketentriebwerken waren Raumanzüge und Marsrover ausgestellt. Die Liste der Standbetreiber war lang und namhaft, neben der NASA waren das DLR, Rocket Lab, JAXA, die ULA, Rocketdyne, Northrop Grumman und viele andere vertreten. Im Laufe der Woche haben sich viele interessante Gespräche ergeben, wobei wir als Team AIMIS mit unseren Caps nach wenigen Tagen bereits messeweit bekannt waren!

Der eigentliche Inhalt der IAC bestand aber aus den Technical Sessions und Plenarsitzungen. Zwischen 09:00 und 18:00 fanden in verschiedenen Räumen parallel Präsentationen zu den verschiedensten Bereichen der Raumfahrt statt. Neben den bereits angesprochenen Themen ging es dabei unter anderem auch um den Umgang mit Weltraumschrott, den Einfluss der Weltraumumgebung auf den menschlichen Körper, verschiedene Antriebsmethoden für Raumfahrzeuge oder den aktuellen Stand verschiedener, aktiver Raumfahrtprojekte. Die Vorträge waren sehr zahlreich und höchst interessant, sie alle folgten der Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Papers.

Daneben gab es auch gut besuchte Großveranstaltungen, wie beispielsweise eine Gesprächsrunde aus ehemaligen Space Shuttle Astronauten oder der führenden Köpfe der großen Raumfahrtagenturen. Alles in allem war die IAC ein reich gedeckter Tisch für Raumfahrtenthusiasten und so haben wir uns durchaus wohl gefühlt in diesen fünf Tagen.

Unser Beitrag zur IAC bestand, wie ihr wisst, aus zwei Vorträgen, die unser Experiment zum Inhalt hatten. Jannik machte am Dienstag den Anfang, indem er in der Session „Technologies to Enable Space Systems“ eine Zusammenfassung über die Möglichkeiten der Fertigung von Bauteilen im Weltraum inklusive unserer Herangehensweise vorstellte. Der Vortrag war mit annähernd 70 Zuhörern gut besucht, natürlich waren wir als moralische Unterstützung vollständig in AIMIS-Polohemden anwesend.

Am Mittwoch dann stellte Alex unser Experiment einer Jury in der Student Competition vor. Sein Fokus lag dabei auf der Entwicklung und dem Aufbau unseres Experiments sowie den Lösungen, die wir für verschiedene Probleme dabei gefunden haben. Die Konkurrenz bestand aus Studierenden aus aller Welt, die ihrerseits Projekte im Raumfahrtsektor betreiben. Leider hat’s zum ersten Platz nicht gereicht.

Neben der Konferenz blieb auch noch etwas Zeit, die Sehenswürdigkeiten der amerikanischen Hauptstadt zu besuchen. So haben wir uns bei schönstem Herbstwetter einen Spaziergang über die National Mall mit Lincoln Memorial, Washington Monument, Capitol und Weißem Haus gegönnt.
Ein Highlight war allerdings der Besuch des Smithsonian National Air and Space Museum mit Ausstellungsstücken aus der Geschichte der Luft- und Raumfahrt. Dazu gehörten einmalige Exponate wie das Hubble Teleskop, das Skylab, die Raumfahrtkapseln Mercury und Gemini sowie ein tatsächlich zum Mond geflogener Raumanzug der Apollo 15 Mission.
Den Abschluss der Woche bildete der Besuch im Außengelände des Museums, in der Nähe des internationalen Flughafens. Dort ist, neben gefühlt dem kompletten fliegenden Gerät der amerikanischen Streitkräfte der letzten 70 Jahre, das außer Dienst gestellte Space Shuttle Discovery ausgestellt. Die Raumfähre war ganze 39 Mal im All und sieht in der Realität noch viel beeindruckender aus, als auf Foto- oder Videoaufnahmen! Der Anblick war der krönende Abschluss einer ereignisreichen Woche, gefüllt mit Raumfahrtthemen in allen Formen und Farben.

Nach diesem kleinen Ausflug geht es nun diese Woche wieder zurück an die Integration unseres Experiments. Und während wir uns noch sammeln, lassen wir euch mit unseren Eindrücken aus den USA in unserer Gallerie zurück.

Bei unserem nächsten Update wird das Experiment neben der Elektrik hoffentlich viel mehr Metall beinhalten! Und vielleicht gibt es demnächst auch schon den ersten Blick auf unser Raketenmodul, in das wir unser Gerät einbauen werden.

Also, bis dahin eine schöne Woche!

Team AIMIS

 

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